Textöffner hat Zuwachs bekommen!

Interview mit Claudia Bartl


Textöffner: Claudia, welche Ausbildung hast du?

Claudia Bartl: Ich habe in Tübingen Allgemeine Sprachwissenschaften studiert und 2014 mit dem Master abgeschlossen.


Textöffner: Hast du dich schon während deines Studiums mit Leichter Sprache beschäftigt?

Claudia Bartl: Nein, noch nicht. Aber lustigerweise hat eine meiner Professorinnen doch einen kleinen Anstoß gegeben. Sie beklagte sich nämlich nach meiner mündlichen Abschlussprüfung darüber, dass ich zu wenige Fremdwörter verwendet hätte. Das hat mich verwundert, denn warum etwas kompliziert ausdrücken, wenn es auch einfach geht?


Textöffner: Nach dem Studium hast du dich auf Arbeitssuche begeben …

Claudia Bartl: Ich hatte schon zuvor bei einer Bildungseinrichtung gejobbt und bin dann dort eingestiegen. Im Rahmen eines Projektes kam ich mit dem Thema Leichte Sprache in Berührung. Das hat mich sofort begeistert – und zwar so sehr, dass ich nebenher mein eigenes Übersetzungsbüro für Leichte Sprache gegründet habe.


Textöffner: … das du dann wieder aufgegeben hast.

Claudia Bartl: Ja, denn inzwischen bin ich Mutter eines quicklebendigen, 20 Monate alten Sohnes, der mich natürlich noch sehr braucht.


Textöffner: Wie kam die Zusammenarbeit mit Textöffner zustande?

Claudia Bartl: Du hast mich gefragt und ich habe sofort zugesagt! Nein, im Ernst: Ich kannte dich ja bereits von einem Vortrag über deine Tätigkeit als Übersetzerin für Leichte Sprache. Später habe ich ja dann auch ein Seminar bei dir besucht.


Textöffner: Welche Aufgabengebiete hast du?

Claudia Bartl: Ich übersetze vorwiegend und halte Kontakt zu den Kunden.


Textöffner: Was magst du besonders an deinem momentanen Job?

Claudia Bartl: Zunächst einmal freue ich mich sehr, mit Sprache zu tun zu haben! Zudem bin ich sehr froh über meine flexiblen Arbeitszeiten.


Textöffner: Was ist dir im Hinblick auf Leichte Sprache persönlich wichtig?

Claudia Bartl: Ich habe mich schon immer gerne mit Texten beschäftigt und als Kind viel gelesen. Aber ich weiß auch, dass viele Menschen mit komplexen Texten überfordert sein können. Hier für mehr Barrierefreiheit zu sorgen, spornt mich an. Es muss nicht alles kompliziert sein. Niemand soll mehr Angst vor Texten haben!

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